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PROGESTERON – DAS VERGESSENE WUNDERHORMON?
Warum jede Frau unter der Pille ein Progesteron-Defizit hat – und was das mit Depression zu tun hat
Progesteron – ein oft in Vergessenheit geratenes Hormon – wurde in den 1950er-Jahren bei der Entwicklung der Antibabypille durch synthetische Gestagene ersetzt. Dr. Marianne Krug, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Hormonexpertin, erklärt den fundamentalen Unterschied zwischen natürlichem Progesteron und pharmazeutischen Gestagenen und warum dieser Unterschied massive Auswirkungen auf die Frauengesundheit hat.
Das Wichtigste auf einen Blick
1
Das vergessene Gegenmittel
In den 1950er-Jahren stieg der Gebärmutterschleimhautkrebs im Rahmen von Östrogen-Therapien massiv an. Statt das natürliche Gegenmittel Progesteron zu verwenden, entwickelte die Pharmaindustrie synthetische Gestagene »am Reißbrett«. Diese babylonische Sprachverwirrung führt bis heute dazu, dass Gestagene als »Stoffe, die wie Progesteron wirken«, definiert werden, obwohl sie fundamental anders funktionieren.
2
Das Schlüssel-Schloss-Prinzip
Natürliches Progesteron passt wie ein perfekt kopierter Hausschlüssel in seinen Rezeptor, dockt für 10 bis 20 Minuten an und löst sich dann wieder. Synthetische Gestagene »verkleben« hingegen bis zu 50 Stunden am Rezeptor und der Schlüssel lässt sich nicht mehr herausziehen. Diese kleine molekulare Veränderung verändert Wirkung und Nebenwirkungen fundamental.
3
Die Pille = Progesteron-Defizit
Die Antibabypille verhindert den Eisprung und ohne Eisprung entsteht kein Gelbkörper, ohne Gelbkörper wiederum kein natürliches Progesteron. Die Pille führt daher zu einem Progesteron-Defizit, das durch das synthetische Gestagen nur »vorgegaukelt« wird. Depressionen nach Pilleneinnahme können direkt mit diesem Defizit zusammenhängen. Oft ist Absetzen die bessere Lösung als ein Antidepressivum.
4
Dosierung entscheidet über Eigen- oder Fremdproduktion
Produziert der Körper nur noch 60 Prozent Progesteron, können die fehlenden 40 Prozent von außen zugeführt werden, ohne die Eigenproduktion zu stoppen. Bei höheren Dosen meldet das Steuerungssystem »genug Progesteron da« und bremst die eigene Produktion – dieses Prinzip nutzt die Pille zur Empfängnisverhütung.
Fazit
Progesteron ist der natürliche Gegenspieler von Östrogen und schützt vor bösartiger Veränderung der Gebärmutterschleimhaut. Synthetische Gestagene, die in der Pille enthalten sind, können diese Funktion nicht vollständig ersetzen. Wer sein hormonelles System verstehen will, braucht mehr als Laborwerte. Es geht um das ausgeklügelte Zusammenspiel aller Hormone.
Laptop mit einer Hand, die eine leuchtende Weltkugel mit einem grünen Kreuz hält, umgeben von 12 Porträts von Ärzten.
Dr. med.
Marianne Krug
Dr. med. Marianne Krug ist Fachärztin für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt Naturheilverfahren und bioidentischer Hormontherapie. Sie leitet eine Privatpraxis in Frankfurt am Main und hat die Akana Hormonakademie gegründet, über die sie Hormoncoaches ausbildet. Ihre Arbeit verbindet schulmedizinisches Wissen mit komplementären Methoden wie Akupunktur, Homöopathie, Neuraltherapie und Mikrobiologischer Therapie. Sie publiziert regelmäßig in Fachzeitschriften und hält Vorträge zu Hormontherapie, Präventivmedizin und Naturheilverfahren.
Tagesthema 5: Hormone & Endokrinium
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