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Den »schwierigen« Patienten gibt es nicht
Dr. Christa-Maria Hempel, Palliativmedizinerin: Wenn wir jemanden als schwierig empfinden, triggert er unsere eigenen Themen
Dr. Christa-Maria Hempel teilt in diesem Gespräch ihre Erfahrungen aus der Arbeit mit Menschen am Lebensende und zeigt, wie Angehörige ihren Umgang mit Betroffenen durch Empathie, Demut und Respekt verändern können. Ihre Haltung: Es gibt keine schwierigen Menschen – nur jene, von denen wir noch nicht genug wissen.
Das Wichtigste auf einen Blick
1
Neugier statt Urteil
Für Dr. Hempel gibt es keine schwierigen Patienten oder Angehörigen – nur interessante Menschen, von denen man noch nicht genug weiß. Diese Haltung verändert alles: Statt zu urteilen, wird nach dem »Warum« gefragt. Warum verhält sich jemand so? Welche Lebensgeschichte, welche Ängste stehen dahinter? Ihr Geheimnis: echtes Interesse am Menschen.
2
Herausforderndes Verhalten als Spiegel
Wenn wir jemanden als schwierig erleben, werden wir zwangsläufig auf uns selbst zurückgeworfen. Denn das, was uns triggert, hat meist mit uns selbst zu tun. Je eher wir das erkennen, desto eher können wir uns vom Bedürfnis lösen, darauf reagieren zu müssen. Wir nehmen das Verhalten nicht persönlich, sondern verstehen es als Teil seiner Geschichte.
3
Zeit als Geschenk
Empathie braucht Zeit – besonders in der Palliativmedizin. Wenn ein Patient noch etwas Zeit zu leben hat, kann das Team ihn und seine Umstände besser kennenlernen. Diese Zeit ermöglicht es, hinter die Fassade zu blicken, unausgesprochene Ängste zu erkennen und Raum für echte Begegnung zu schaffen.
4
Demut und Respekt als Grundhaltung
Dr. Hempels Arbeit ist geprägt von Demut und Respekt – gegenüber dem Leben, aber auch gegenüber dem Sterben. Sie bietet Gespräche an, aber akzeptiert, wenn jemand sagt: »Mit mir nicht.« Es ist die Entscheidung des Menschen, wie er durch sein Leben geht. Diese Haltung schafft Raum für Würde. Auch in den letzten Momenten.
Fazit
Dr. Hempel zeigt eindrucksvoll: Der Umgang mit »schwierigen« Menschen beginnt bei uns selbst. Wer mit Neugier statt Urteil begegnet, findet echten Zugang. Wer Zeit schenkt, öffnet Türen. Wer Demut und Respekt lebt, schafft Würde. Es geht nicht darum, jeden zu »verstehen« oder alles »richtig« zu machen. Es geht darum, den anderen als Mensch wirklich zu sehen – mit all seinen Geschichten, Ängsten und Widersprüchen. Diese Kunst der Empathie ist keine Technik, sondern eine innere Haltung. Und sie verändert nicht nur die Begegnung, sondern auch uns selbst.
Laptop mit einer Hand, die eine leuchtende Weltkugel mit einem grünen Kreuz hält, umgeben von 12 Porträts von Ärzten.
Dr. med.
Christa-Maria Hempel
Dr. med. Christa-Maria Hempel ist eine erfahrene Palliativmedizinerin sowie Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie. Sie hat sich auf die ganzheitliche Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen spezialisiert, wobei sie sowohl medizinische als auch psychosoziale und spirituelle Aspekte einbezieht. Ihr Fokus liegt auf der Verbesserung der Lebensqualität und der individuellen Begleitung in den letzten Lebensphasen.
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