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WIE KOMMT DER GEIST IN DEN KÖRPER?
Neurowissenschaftler Dr. Damir del Monte: 55% unserer Gesundheit hängen von sozialer Einbindung ab – Beziehungen wichtiger als Medizin
Dr. Damir del Monte zeigt, wie Geist und Körper untrennbar miteinander verwoben sind – und warum soziale Faktoren mit 55 Prozent den größten Einfluss auf unsere Gesundheit und Langlebigkeit haben. Seine Mission: Brücken bauen zwischen den einzelnen Disziplinen und verstehen, was im Gehirn wirklich geschieht, wenn wir fühlen, denken und mit anderen Menschen in Kontakt sind.
Das Wichtigste auf einen Blick
1
Soziale Einbindung – Gesundheitsfaktor Nummer eins
55 Prozent unserer Gesundheit und Langlebigkeit werden durch soziale Faktoren bestimmt. Genetik macht nur 5 Prozent aus, Ernährung und Training 20 Prozent und selbst die Qualität des Medizinsystems maximal 20 Prozent. Eingebunden sein in Beziehungen, Familie, Freundschaft, Gemeinschaft ist demnach der mit Abstand wichtigste Faktor.
2
Berührung als neurochemischer Cocktail
Wenn ein Kind gestreichelt wird, aktiviert das im Gehirn einen regelrechten Cocktail: Oxytocin, Serotonin und körpereigene Opiate werden freigesetzt. Kinder, die stabile Bindungen erleben, bauen mehr Opiatrezeptoren auf und sind schmerzunempfindlicher. Die ersten drei Lebensjahre setzen Parameter für Stressregulation, Schmerzempfinden und Urvertrauen.
3
Wir sind psychobiologische Wesen
Es gibt keinen psychischen Vorgang ohne körperlichen Prozess. Wenn wir denken, fühlen, empfinden, laufen parallel neurophysiologische und hormonelle Vorgänge ab. Das Gehirn ist ein »Beziehungsorgan«, das psychische, somatische und soziale Ebenen verknüpft.
4
Analoge Kommunikation ist unersetzbar
Digitale Kommunikation via Zoom ist »amputiert«: Keine Gerüche, keine taktilen Reize, keine körperliche Synchronisation. Wenn Menschen sich vis-à-vis begegnen, synchronisieren sich ihre Körper im Rhythmus. Wir werden digital entkörperlicht und können schlechter in Resonanz gehen.
Fazit
Dr. Damir del Monte zeigt eindrucksvoll: Der größte Gesundheitsfaktor ist soziale Einbindung. Dennoch gilt es, alle Ebenen unseres Seins wertzuschätzen. Das Gehirn mit seinen 1.000 Billionen Synapsen ist hierbei unvorstellbar komplex, die »Medizin« hingegen meist sehr einfach: menschliche Nähe, Berührung und Eingebundensein. Es geht darum, echte Begegnung im Leben zu schaffen und ihre tiefe Bedeutung für unsere Gesundheit zu begreifen.
Laptop mit einer Hand, die eine leuchtende Weltkugel mit einem grünen Kreuz hält, umgeben von 12 Porträts von Ärzten.
Dr. phil.
Damir del Monte
Dr. phil. Dr. scient. med. Damir del Monte, geboren in Kroatien, studierte Psychologie und Medizin-Wissenschaft an den Universitäten Hannover, Köln, Heidelberg und der PMU Salzburg. Er promovierte in Psychologie und absolvierte ein Doktoratsstudium der Medizin-Wissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Seine therapeutischen Ausbildungen umfassen psycho- und körpertherapeutische Methoden mit einer Spezialisierung auf Psychotrauma- und Schmerztherapie. Er forscht zu Lernprozessen, Psychotraumatologie sowie neurowissenschaftlicher Depressions- und Therapieforschung. Aktuell ist er Wissenschaftler an der PMU Salzburg, Direktor des Encephalon-Instituts in Karlsruhe und Dozent für Neuroanatomie und Neurobiologie der Psychotherapie in Innsbruck und Ljubljana. International ist er als Speaker bekannt für die lebendige und verständliche Vermittlung komplexer neurowissenschaftlicher Inhalte sowie für seine integrative Verbindung von Neurowissenschaft, Psychologie und Medizin.
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