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MELATONIN – KEIN SCHLAFHORMON, SONDERN ÜBERLEBENSHORMON
Seit 300 Millionen Jahren, lange bevor es Schlaf gab – jede Zelle produziert es, auch Bakterien
Melatonin ist weit mehr als ein Schlafhormon. Es ist eine »Superkraft« in der Onkologie. Dr. Matthias Kraft, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und gastroenterologische Onkologie, erklärt, warum Melatonin eines der wirkungsvollsten Mittel gegen Krebs ist. Die Substanz reguliert nicht nur den Tag-Nacht-Rhythmus, sondern greift tief in die Zellgesundheit ein und kann Krebszellen gezielt schwächen, ohne die massiven Nebenwirkungen konventioneller Therapien.
Das Wichtigste auf einen Blick
1
Melatonin ist kein Schlafhormon
Die erste Entdeckung von Melatonin erfolgte 1820 aus der Zirbeldrüse. Jahrzehntelang wurde es als reines Schlafhormon und ein Jetlag-Mittel für Piloten vermarktet. Doch Melatonin ist ein schlafeinleitendes Regulationshormon, kein Schlafmittel. Ohne Schlafhygiene (kein blaues Bildschirmlicht, Schlafmasken, Raumklima) funktioniert es nicht.
2
Mitochondrien-Booster und Antioxidans
Melatonin wird nicht nur im Gehirn, sondern in jeder Zelle produziert, aber besonders in den Mitochondrien. Es ist eines der stärksten Antioxidantien und schützt die Zellkraftwerke vor oxidativem Stress. In der Onkologie wird es eingesetzt, um die Nebenwirkungen von Chemotherapie zu reduzieren und die Wirkung zu verstärken.
3
Warburg-Effekt gezielt nutzen
Krebszellen haben einen gestörten Stoffwechsel (Warburg-Effekt) und sind auf Zucker angewiesen. Melatonin kann diesen Stoffwechsel beeinflussen und Krebszellen gezielt schwächen, ohne gesunde Zellen zu schädigen. Die Dosierung in der Krebstherapie liegt weit höher als bei Schlafstörungen und befindet sich teilweise im hochdosierten Bereich.
4
Individualisierte Medizin statt Standardprotokoll
Dr. Kraft plädiert für eine komplementäre, individualisierte Krebstherapie. Sein Credo: Nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten! Eine Zusammenarbeit mit Heilpraktikern, Physios und Ärzten weltweit wäre erstrebenswert.
Fazit
Melatonin ist ein »Gamechanger« in der Onkologie. Doch die großen onkologischen Zentren ignorieren es weitgehend, weil sie nach dem »einen« Arzneimittel suchen. Dr. Kraft ist überzeugt: Die komplexe Krebserkrankung lässt sich nicht mit einem Wirkstoff in den Griff bekommen. Seine Arbeit zeigt, dass es bereits ein umfangreiches Netzwerk von Therapeuten gibt, die liebevoll und ohne Konkurrenzdenken zusammenarbeiten.
Laptop mit einer Hand, die eine leuchtende Weltkugel mit einem grünen Kreuz hält, umgeben von 12 Porträts von Ärzten.
Dr. med.
Matthias Kraft
Dr. med. Matthias Kraft ist Facharzt für Innere Medizin mit Fort- und Weiterbildung als Ernährungsbeauftragter Arzt (DAEM/DGEM). Bis Juli 2023 war er Chefarzt der BioMed Klinik Bad Bergzabern, Klinik für Onkologie, Hyperthermie, Immunologie und Ernährungsmedizin, danach freiberuflich tätig sowie an der Alpstein Clinic Gais, Appenzell, Schweiz.
Tagesthema 2: Krebs & Onkologie
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