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SÄURE-BASEN-HAUSHALT: Der vergessene Schlüssel
Nicht Blut-Azidose, sondern Bindegewebsübersäuerung! Stress wichtiger als Ernährung – Elektronenmangel = Nährboden für Krebs, Arthritis, Viren
Übersäuerung ist in der Schulmedizin ein Begriff ohne Bedeutung, der in der Naturheilkunde jedoch einen zentralen Faktor für chronische Erkrankungen darstellt. Laura Koch erklärt, warum das Zwischenzellgewebe (sog. Pischinger-Raum) entscheidend für unsere Gesundheit ist. Wenn dieses Milieu durch Stress, ungünstige Ernährung und flache Atmung übersäuert, entstehen ideale Bedingungen für Entzündungen, Arthritis und sogar Krebs. Die gute Nachricht: Mit basischen Mineralien, bewusster Atmung und Stressreduktion lässt sich das Gleichgewicht wiederherstellen.
Das Wichtigste auf einen Blick
1
Der Pischinger-Raum verbindet alles
Das Zwischenzellgewebe, das sogenannte Interstitium, ist der Raum zwischen allen Zellen und verbindet Scheitel und Sohle. In diesem Milieu findet der gesamte Stoffwechsel statt. Wenn es übersäuert, funktionieren Enzyme nicht mehr optimal, Entzündungen entstehen und chronische Krankheiten nehmen ihren Lauf.
2
Stress übersäuert massiv
Dauerstress führt zur Übersäuerung des Gewebes, weil der Körper im Sympathikus-Modus läuft und nicht mehr effektiv entsäuern kann. Basische Mineralien wie Kalium und Magnesium werden verbraucht, die Niere kann nicht mehr ausreichend filtern und es entsteht ein Teufelskreis.
3
Saures Milieu fördert Krebs und Viren
In einem übersäuerten Milieu vermehren sich Viren leichter, Harnsäure kristallisiert schneller (Gicht), und Krebszellen finden ideale Wachstumsbedingungen. Ein neutrales bis basisches Milieu ist essenziell, um diesen Erkrankungen vorzubeugen.
4
Atmung ist unterschätzte Entsäuerung
Sauerstoff ist nicht sauer, sondern basisch, trotz des irreführenden Namens aus dem 18. Jahrhundert. Wer täglich etwa 7.200 Liter Luft atmet, sollte tief und bewusst atmen. Oberflächliche Atmung (bis zu 20-mal pro Minute statt 3–6-mal) verhindert effektive Entsäuerung und hält den Körper im Stressmodus.
Fazit
Der Säure-Basen-Haushalt ist der gemeinsame Nenner bei vielen chronischen Erkrankungen. Die wichtigsten Stellschrauben sind nicht kompliziert: Stress reduzieren, tief atmen, basische Mineralien (v.a. Kalium und Magnesium) zuführen und auf eine ausgewogene Ernährung achten. Der Urin-pH-Wert sollte über den Tag schwanken. Er sollte morgens sauer, tagsüber basisch und abends wieder sauer sein. Bleibt er konstant basisch, verliert der Körper wertvolle Elektrolyte, was ein Zeichen einer fortgeschrittenen Übersäuerung ist.
Ernährungsberaterin BSc. (BFH)
Laura Koch
In einer Welt voller Ernährungsmythen, Spezialdiäten und immer wieder neu angepriesener Superfoods kann man leicht den Überblick verlieren. Doch gesund essen ist eigentlich ganz einfach. Laura Koch lebt die ganzheitliche Betrachtung des Menschen – und eine salutogenetische Medizin ist ihr Fokus. Dabei ist die Symbiose zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde ihre große Stärke.
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