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Das vegetative Nervensystem im Bauch
Stress blockiert Verdauung – Moderne Belastungen 100-fach höher als in Steinzeit. Kotsteine vergiften 24/7, Probiotika allein reichen nicht!
Verdauung ist keine rein mechanische Angelegenheit, denn sie unterliegt komplett dem vegetativen Nervensystem. Henning Sartor erklärt, warum Stress die Verdauung lahmlegt, wie Umweltgifte chronische Darmentzündungen befeuern und warum alte Stuhlreste im Darm permanent Toxine produzieren.
Das Wichtigste auf einen Blick
1
Zwei Modi: Stress oder Entspannung
Sympathikus (Stress) reduziert Verdauungsleistung und Darmbewegung. Parasympathikus (Entspannung) aktiviert beides. a. Moderne Stressfaktoren: b. Ständiger digitaler Input c. Leistungsdruck d. Umweltgifte (Schwermetalle, Mikroplastik) e. Elektrosmog. f. Die Herzratenvariabilität (HRV) zeigt den Zustand des vegetativen Nervensystems.
Je größer die Variabilität, desto besser die Anpassungsfähigkeit.
2
Toxine schwächen die Mitochondrien
Umweltgifte setzen an den Zellkraftwerken an, besonders in Nervenzellen. Die Folge: Alles strengt mehr an, Energie fehlt, Resilienz sinkt. Man wird »affektlabil«. Das bedeutet, dass kleine Reize zu großen Reaktionen führen. Das Gleiche gilt auch für das vegetative Nervensystem im Darm.
3
Chronische Darmentzündungen – Die Vorgeschichte
Morbus Crohn oder Colitis beginnen immer mit einem Ungleichgewicht der Darmflora. Fäulnisbakterien (Proteobacteria) gewinnen Überhand → Darmwand wird geschwächt (Leaky Gut) → Nahrungsmittel gelangen ins Immunsystem → chronische Entzündung entsteht. Die Lösung: Das Verhältnis korrigieren. Die Säuerungsflora (Actinobacteria) muss dominieren und kurzkettige Fettsäuren (Lactat, Butyrat) produzieren, die antientzündlich wirken.
4
Alte Stuhlreste als Toxinquelle
Eine Patientin mit Colitis ulcerosa »gebar« nach vorsichtiger Darmreinigung einen großen Kotstein. Danach ging die Entzündung zurück und sie war plötzlich therapierbar. Alte Stuhlanteile bilden permanent Giftstoffe, die auf Immunsystem und Nervensystem wirken. Nach Entfernung dieser »Handbremse« geht es oft auch emotional plötzlich viel besser.
Fazit
Verdauungsprobleme sind nie isoliert zu sehen, sondern immer in direktem Zusammenhang mit dem Zustand des vegetativen Nervensystems. Chronischer Stress, Umweltgifte und bakterielle Dysbiose greifen ineinander. Die Heilung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen kann 1 bis 2 Jahre dauern, ist aber möglich, wenn man die Darmflora neu aufsetzt und alte Ablagerungen entfernt.
Laptop mit einer Hand, die eine leuchtende Weltkugel mit einem grünen Kreuz hält, umgeben von 12 Porträts von Ärzten.
Dr. med.
Henning Sartor
Dr. med. Henning Sartor ist Facharzt für Anästhesie und Allgemeinmedizin. Er studierte Humanmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und ist seit über 30 Jahren als Arzt, Autor, Dozent und Ausbilder in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Er ist Vizepräsident und Ausbildungsdozent der Internationalen Gesellschaft der Mayr-Ärzte, Ausbildungsdozent des Instituts BIOVIS Limburg sowie seit 2011 Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Probiotische Medizin. Zudem lehrt er beim Zentralverband der Ärzte für Naturheilkunde (ZAEN) und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Chronomedizin der Sigmund-Freud-Privatuniversität in Wien. Seine weiteren Schwerpunkte liegen in Gesundheitsberatung, Supervision und Forschung.
Tagesthema 1: Nervensystem & Neurodegeneration
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