Drei Botschafter des Weltgesundheitsforums, ein Thema: Trauma als stille gesellschaftliche Epidemie.
Prof. Dr. Christian Schubert, Prof. Dr. Harald Walach und Dr. Ellis Huber sprechen über das, was selten zur Sprache kommt: dass traumatische Erfahrungen nicht nur individuelle Geschichte sind, sondern auch kollektive Geschichte. Erlebnisse, die über Generationen weitergegeben wurden, reaktiviert durch gesellschaftliche Erschütterungen.
In diesem Zusammenhang fällt der Begriff Normopathie. Dies beschreibt laut Prof. Walach den Zustand, wenn wir nicht mehr wissen, was sich eigentlich gesund anfühlt – weil das Schlechte bereits zur »Normalität« geworden ist.
Dieses Gespräch ist eine Einladung zur Reflexion: über persönliche Geschichte, über gesellschaftliche Verantwortung und über das, was Heilung wirklich braucht.